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Ein Lehmofen wird zur Wärmeerzeugung seit dem 14. Jahrhundert eingesetzt Die uralte Erfahrung des Feuerns, kann in der heutigen Hektik wieder zu einen zeitgemässen und beruhigenden Ritual werden. Für eine Ganzhausheizung ist der Lehmofen die einfachste und günstigste Variante, zentral plaziert mit Rücksicht auf die Anordnung der angrenzenden Räume und der Treppe. Je nach Isolation kann mit einem Lehmofen ein Temperaturgefälle von rund 2 Grad entstehen. Aus Erfahrung und aus wohnphysiologischer Sicht ist ein solches Gefälle nicht nur kein Nachteil sondern wünschenswert, da es die Gesundheit fördert und die Wahrnehmung von Wärme verfeinert. Die Wärmeenergie wird über die Masse des Lehmofen s gespeichert und gibt die akkumulierte Wärme dann nach und nach über seine Oberfläche wieder ab. Bei einem Lehmofen liegt die Nachheizzeit nach dem Auflegen des Brennstoffes je nach Bauweise bei bis zu 24 Stunden. Aus diesem Grund bleibt der Lehmofen länger warm und es braucht nur in größeren Abständen, ca. einmal am Tag, geheizt werden.
Ein Lehmofen mit Wasserwärmetauscher kann mit der Warmwassererzeugung, mit Sonnenkollektoren und mit einer Zentralheizung kombiniert werden. Der Lehmofen liefert nach Bedarf den größeren Teil der Wärme an das Wasser ab, das dann für weitere Nutzungen zur Verfügung steht. Um zum Beispiel einen 4500-Liter-Wassertank auf 35 Grad zu erwärmen. Das Wasser der Niedrigtemperaturheizung fließt dann in daumendicken Rohren durch Böden und spendet eine gleichmäßige Wärme. Vielfältige Systeme mit Schwerkraft oder mit Pumpen sind möglich.
Zum Lehmofen ist ein Lehmherd eine Alternative mit sehr vielfältiger Nutzung: Kochen, Backen, Grillen und sich auf der Ofenbank durchwärmen lassen. Er kann ebenfalls mit einem Satellit oder mit einem Wasserwärmetauscher mit beschränkter Leistung gekoppelt werden. Diese Lösung als einziges System ist vor allem interessant, wenn der Wärmebedarf nicht allzu groß ist und das Feuer möglichst vielseitig genutzt werden soll. |